Tagestour · Aletsch Arena
Bettmerhorn 2858 m und Bettmergrat — fünf Bartgeier über dem Aletschgletscher
Von Bettmeralp fuhr ich mit der Gondel Richtung Bettmerhorn und ging danach zu Fuss auf den Gipfel und über den Grat Richtung Bettmergrat. Der Grosse Aletschgletscher zieht gewöhnlich alle Blicke auf sich, doch diesmal geschah etwas noch Eindrücklicheres: Fünf Bartgeier erschienen über den Bergen. Ihr gemeinsamer Flug stellte sogar den grössten Gletscher der Alpen in den Schatten.
Mit der Gondel ab Bettmeralp und weiter zum Gipfel
Den ersten Abschnitt legte ich mit der Gondel von Bettmeralp bis zur Station unterhalb des Bettmerhorns zurück. Erst dort beginnt der Fussweg zum eigentlichen Gipfel, der deutlich über der Bergstation liegt.
Mit zunehmender Höhe öffnen sich scharfe Grate, Gletscher und Felstürme. Wolken zogen zwischen den Gipfeln hindurch, während das wechselnde Licht das Panorama ständig neu formte.
Routenkarte — Bettmeralp → Gondel → Bettmerhorn 2858 m → Grat Richtung Bettmergrat
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Über den Grat Richtung Bettmergrat
Vom Gipfel ging ich auf dem Grat Richtung Bettmergrat weiter. Hier öffnet sich der Blick über den gewaltigen Bogen des Grossen Aletschgletschers, seine dunklen Moränen und die hohen Gipfel rund um den Eisstrom.
Spalten, blaues Eis und die vom Gletscher getragenen Schuttschichten sind aus der Nähe zu erkennen. Ein Mensch auf dem Fels wird vor dieser Dimension zu einem winzigen Punkt.
Fünf Bartgeier — eindrücklicher als der Gletscher
Über dem Grat erschienen Bartgeier. Es waren fünf, die in verschiedenen Höhen kreisten — manchmal weit über dem Tal, dann wieder so nah, dass jede Bewegung ihrer gewaltigen Flügel zu erkennen war.
So viele Bartgeier gleichzeitig zu sehen, war aussergewöhnlich. Der Aletschgletscher lag in seiner ganzen Grösse unter mir, doch an diesem Tag wurden die Vögel zum stärksten Bild und zur bleibenden Erinnerung an das Bettmerhorn.