Tageswanderung · Wallis
Cabane Rambert CAS — Tageswanderung ab Ovronnaz
Die Cabane Rambert CAS liegt auf einem Felsband hoch über Ovronnaz. Ich brach zu einer Tageswanderung auf und hoffte auf gutes Landschaftslicht. Das Wetter spielte fotografisch nicht mit, aber der Tag war trotzdem besonders: Unterwegs traf ich auf kämpfende Steinböcke, und nahe der Hütte flog ein Bartgeier ganz dicht vorbei. Solche Begegnungen machen jeden grauen Himmel wett.
Von Ovronnaz aufs Felsband
Die Tour begann in Ovronnaz, einem beliebten Kurort im Wallis, bekannt für seine Thermen und die sonnige Lage über dem Rhônetal. Von hier steigt der Weg gleichmäßig zur Cabane Rambert CAS auf rund 2580 m.
Unterwegs quert der Pfad grüne Täler mit Bächen und Wasserfällen, die über Felsplatten stürzen. Weiter oben tauchen Schneefelder und weite Ausblicke auf die umliegenden Gipfel auf. Die Karte unten zeigt Start und Ziel nur als ungefähre Punkte, nicht meine genaue Route.
Streckenkarte und Höhenpunkte
Klicken Sie eine Station auf der Karte, im Höhenprofil oder in der Liste an — die anderen Ansichten heben denselben Punkt hervor.
In die Karte klicken, um das Zoomen mit dem Mausrad zu aktivieren.
Kämpfende Steinböcke
Das größte Schauspiel des Tages waren die Steinböcke. Ich traf auf Böcke, die auf einem Schneefeld ihre Kraft maßen — sie richteten sich auf die Hinterbeine auf und ließen die Hörner aufeinanderkrachen, weithin hörbar. Einer jener Momente, für die es sich lohnt, die Kamera auch bei grauem Himmel dabei zu haben.
Ich beobachtete sie aus sicherer Entfernung, ohne sie zu stören oder ihr Verhalten zu verändern. Die Steinböcke in dieser Gegend sind an Menschen gewöhnt, aber es bleiben Wildtiere.
Bartgeier direkt über mir
Die zweite unvergessliche Begegnung war ein Bartgeier. Der Vogel flog sehr nah vorbei — nah genug, um die enorme Flügelspannweite, das rostrote Gefieder und den charakteristischen „Bart“ zu sehen. Er ist einer der größten Vögel der Alpen, in dieser Region wiederangesiedelt.
So ein Überflug dauert nur wenige Sekunden. Ich schaffte nur eine Handvoll Bilder, aber der Anblick des Vogels auf Augenhöhe bleibt lange in Erinnerung.
Die Hütte und der Rückweg nach Ovronnaz
Landschaftlich war der Tag schwierig — das Licht war flach und der Himmel ausdruckslos. Diesmal retteten die Tierbegegnungen den Tag fotografisch. Die Hütte selbst beeindruckt jedoch: ein Steingebäude mit glänzendem Metalldach auf einem Felsband, in dessen großen Fenstern sich die schneebedeckten Gipfel spiegeln.
Die Cabane Rambert ist ein Ort, zu dem ich bei besseren Bedingungen sicher zurückkehren werde — das Panorama rund um die Hütte hat enormes Potenzial. Der Abstieg nach Ovronnaz auf demselben Weg rundete einen gelungenen Tag in den Bergen ab.