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Tagesausflug · Waadt / Wallis

Glacier 3000 im Winter — kurz nach Sonnenaufgang allein auf dem Gipfel, ohne Menschenmengen

Diesen Wintertag auf Glacier 3000 habe ich so geplant, dass ich oben bin, bevor die erste normale Bahn fährt. Früh raus, Anfahrt von Sion — und dank ausgesprochen freundlichem Personal durfte ich mit der ersten Technikkabine hinauf, lange vor der Öffnung für Gäste. Obendrein kostenlos. Ergebnis: eine Stunde völlige Stille auf 3000 m, unberührter Schnee und Licht, das ein paar Stunden später nicht mehr zurückkommt.

Anfahrt von Sion und Auffahrt

Von Sion durch das Rhonetal nach Aigle, dann hinauf nach Les Diablerets und zum Col du Pillon (1546 m) — rund 1,5 Stunden mit dem Auto. Im Winter sollte man Zeit für geräumte Serpentinen einplanen.

Vom Col du Pillon zwei Sektionen: erst die große Gondel zur Zwischenstation Cabane (2525 m), dann weiter auf Scex Rouge (2971 m). Das Gespräch an der Talstation war die beste Investition des Tages — ich durfte in die Technikkabine, die lange vor dem ersten Gästekurs hochfährt, ohne Ticket.

Oben war ich allein. In den Tälern noch Schatten, im Osten rosa Grate, unter den Füßen völlig unberührter Schnee — genau dafür steht man um vier auf.

Kabine der Glacier-3000-Bahn über verschneiter Flanke
Peak Walk by Tissot — Hängebrücke auf dem Scex Rouge

Streckenkarte und Höhenpunkte

Klicken Sie eine Station auf der Karte, im Höhenprofil oder in der Liste an — die anderen Ansichten heben denselben Punkt hervor.

In die Karte klicken, um das Zoomen mit dem Mausrad zu aktivieren.

0500100015002000250030003500512 mSion1546 mCol du Pillon2525 mCabane (stacja pośrednia)2971 mScex Rouge2940 mPeak Walk by Tissot2800 mTsanfleuron / lodowiec
Höhenprofil der Route — 2459 m Höhendifferenz.

Peak Walk, Gletscher und Nebelmeer

Direkt von der Station führt der Peak Walk by Tissot über 107 Meter zwischen den zwei Gipfeln des Scex Rouge. Im Winter ist er im Morgengrauen vereist und völlig leer; zwei Stunden später stehen die Leute Schlange.

Auf der anderen Seite liegt der flache Tsanfleuron-Gletscher mit Pisten und Hundeschlittenfahrten. Die Panorama reicht von Matterhorn und Mont Blanc über den Grand Combin bis zu Eiger, Mönch und Jungfrau.

Über dem Tal Richtung Gstaad lag an diesem Tag ein Nebelmeer, aus dem nur die höchsten Grate ragten — perfektes Material für Schwarz-Weiß: reine Grafik aus Schnee, Fels und Wolken.

Nebelmeer über dem Tal, gesehen vom Scex Rouge
Schwarz-weiße Panorama der Grate über dem Nebelmeer
Verschneite Alpengipfel in Schwarz-Weiß
Grand-Combin-Massiv im Morgenlicht

Licht, Stille und Praxis

Kurz nach Sonnenaufgang ist das Licht flach und weich, der Schnee behält Zeichnung — mittags wird alles platt und ausgebrannt. Dazu keine Menschen: keine Spuren im Bild, kein Warten auf freie Vordergründe.

Im Winter ist es auf 3000 m sehr kalt und windig — Handschuhe, Gesichtsschutz, Ersatzakkus in der Innentasche. Polfilter und +1 EV Korrektur sind bei Schnee Pflicht.

Falls die frühe Auffahrt nicht klappt: auch die erste Gästebahn schenkt noch eine ruhige Stunde, bevor die Busse kommen. Fahrzeiten prüfen — im Winter wird die Bahn bei Wind geschlossen.

Skifahrer unter einer mächtigen Schneewand am Gletscher
Hundeschlitten auf dem Tsanfleuron-Gletscher
Grat und Gipfel über den Wolken in Schwarz-Weiß
Nebel zieht zwischen verschneiten Graten durch