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Seilbahnausflug · Val d’Anniviers

Von Grimentz zum Espace Weisshorn — mit der verglasten Seilbahn

Ich fuhr von Grimentz mit einer verglasten Seilbahn zum Espace Weisshorn. Schon die Fahrt über dem Tal eröffnet eine besondere Perspektive, oben wartet ein weites Bergpanorama. Für einen Ausflug war das Wetter beinahe ideal: blauer Himmel und keine einzige Wolke. Als Fotograf war ich allerdings weniger begeistert. Diese leere, gleichmäßige Himmelsfläche nenne ich „Blech“ — die Landschaft ist schön, aber mir fehlt ein Element, das dem Bild mehr Ausdruck gibt.

Mit der verglasten Seilbahn über Grimentz

Diesmal ersetzte die Seilbahn den Aufstieg. Durch die Verglasung lässt sich das Tal schon während der Fahrt beobachten. Mit jedem Höhenmeter verändert sich der Maßstab der Berge.

Espace Weisshorn ist ein Aussichtsort mit Restaurant an der Bergstation auf etwa 2700 Metern. Trotz des Namens ist ein Besuch hier keine Besteigung des bekannten Weisshorn-Gipfels.

Gewundener Bergweg an einem goldenen Hang über dem Tal

Streckenkarte und Höhenpunkte

Klicken Sie eine Station auf der Karte, im Höhenprofil oder in der Liste an — die anderen Ansichten heben denselben Punkt hervor.

In die Karte klicken, um das Zoomen mit dem Mausrad zu aktivieren.

100015002000250030001600 mGrimentz2700 mEspace Weisshorn
Höhenprofil der Route — 1100 m Höhendifferenz.

See und gestaffelte Bergketten

Auf den Bildern sticht der türkisfarbene See zwischen dunklen Hängen und felsigen Graten hervor. Von oben wirkt die Uferstraße wie eine feine Linie in der Landschaft.

Dahinter folgen goldene Gräser, Felswände, Schnee und Gletscher in mehreren Ebenen. Auch ohne dramatischen Himmel gibt es viel zu entdecken, von weiten Panoramen bis zum kleinen Detail eines Hanges.

Türkisfarbener Alpensee mit Uferstraße von oben
Verschneite Gipfel und Felswände unter wolkenlosem Himmel
Goldener Grat vor gezackten Gipfeln und Gletschern
Gletscher und verschneite Wände über einem bewaldeten Tal
Türkisfarbener See unter gestaffelten Alpenkämmen

Keine einzige Wolke — fotografisches „Blech“

Es gab keine einzige Wolke. Viele würden das als bestes Bergwetter bezeichnen, doch ich sehe die Bedingungen auch mit den Augen eines Fotografen. Ein leerer blauer Himmel bietet mir nicht die Spannung und Veränderlichkeit, die ich in meinen Bildern suche.

Wolken können das Licht aufteilen, einen Grat verdecken und einen anderen freigeben. So bringen sie Bewegung in eine scheinbar unbewegliche Landschaft. An diesem Tag lag alles offen. Die Aussicht beeindruckte, aber der Himmel erzählte keine eigene Geschichte. Das ist meine persönliche Vorliebe, keine Regel gegen Fotos bei Sonnenschein.

Goldbraune Grate und felsige Mulden in der Alpenlandschaft

Licht, Schatten und Schwarz-Weiß

Statt den Himmel in den Mittelpunkt zu stellen, kann ich nach der Geometrie der Grate und den Grenzen der Schatten suchen. Der schmale Weg am Hang und die näheren Ansichten von Fels und Schnee bieten solche Motive.

Das Schwarz-Weiß-Bild lässt die Farbe zurücktreten. Übrig bleiben eine beleuchtete Wand, dunkler Himmel und Eisformen. Der Ausflug lohnte sich für die Aussicht und zum Kennenlernen des Ortes; fotografisch würde ich ihn gern noch einmal mit Wolken erleben.

Verschneite Felswand und Eisformen in Schwarz-Weiß unter dunklem Himmel
Schmaler Weg über sonnige und schattige Hänge