Blog

UNESCO-Weinberge · Lavaux

Lavaux — die UNESCO-Weinterrassen am Genfersee, ab Sion

Lavaux sind achthundert Hektar Weinterrassen, die direkt in den Genfersee abfallen — seit 2007 UNESCO-Welterbe. Von Sion ist es knapp eine Stunde, fotografisch aber eine andere Welt als die Walliser Alpen: statt Gletscher weites Licht über dem Wasser, Trockenmauern, Herbstgold und Nebel über dem See.

Anreise ab Sion

Mit dem Auto: Autobahn A9 über Martigny und Aigle Richtung Lausanne, rund 90 km und 60–70 Minuten. Ich halte meist in Chexbres oder Rivaz und gehe zu Fuss weiter — die schmalen Rebwege sind grösstenteils den Winzern vorbehalten, das Auto bleibt auf dem Dorfparkplatz.

Mit dem Zug: Sion–Vevey rund 50 Minuten, dann die Lokalbahn nach Chexbres-Village oder ein kurzer Halt in Rivaz und St-Saphorin direkt am Ufer. Der Zug hat einen grossen Vorteil: man steigt durch die Terrassen ab und fährt von einer anderen Station zurück.

Die beste Zeit ist Ende Oktober: Die Rebblätter werden golden und rot, es sind kaum Besucher unterwegs, und bedeckte Abende geben über dem See ein Licht, das es im Sommer nicht gibt.

Herbstliche Weinterrassen von Lavaux im goldenen Licht über dem Genfersee
Schmale Rebstrasse in Lavaux mit Blick auf den See und Wolken über den Alpen

Terrassen, Mauern und Sonnenuntergang

Die ganze Landschaft von Lavaux ist von Hand gebaut — die Trockenmauern der Terrassen messen zusammen mehrere hundert Kilometer und wirken als Wärmespeicher für die Reben.

Die stärksten Bilder entstehen an der oberen Kante der Rebberge über Rivaz und Dézaley, wo die Rebzeilen den Blick direkt zum Wasser führen und gegenüber die Dents du Midi und die Savoyer Alpen stehen.

Am Abend wird der See zu Kupferblech — und nach Sonnenuntergang lohnt das Bleiben, denn die Wolken über Vevey und Montreux halten die Farbe lange.

Hochformat der Weinterrassen von Lavaux über dem See unter schweren Wolken
Genfersee im kupferfarbenen Abendlicht, gesehen aus den Rebbergen von Lavaux
Felswand und Weinterrassen über dem türkisfarbenen Wasser des Sees
Herbstliche Rebzeilen, die zum See und zu den bewölkten Bergen führen

Dörfer, Details und Sommer

Zwischen den Reben liegen kleine Dörfer — St-Saphorin, Rivaz, Epesses, Cully, Lutry. Enge Gassen, Mauern voller rotem Wilden Wein, Ziegeldächer und in jeder Quergasse der Blick auf den See.

Im Sommer sieht Lavaux völlig anders aus: die Rebberge sind intensiv grün, über dem See stehen mächtige Gewitterwolken. Das ist die Zeit für weite Panoramen von oberhalb Chexbres.

Gut zu wissen: die Route ist einfach, fast das ganze Jahr schneefrei und ab Sion an einem Tag machbar — mit Reserve für das Licht.

Sommerpanorama der grünen Rebberge von Lavaux und eines Dorfes am Genfersee
Rote Dächer eines Lavaux-Dorfes über türkisfarbenem Wasser mit Reben im Vordergrund
Rote Blätter des Wilden Weins auf einer Steinmauer mit Blick über den See
Blick auf Vevey und Montreux aus den Rebbergen von Lavaux im Abendlicht

Anreisekarte — Sion → Vevey → Chexbres (Lavaux)

Klicken Sie eine Station auf der Karte, im Höhenprofil oder in der Liste an — die anderen Ansichten heben denselben Punkt hervor.

In die Karte klicken, um das Zoomen mit dem Mausrad zu aktivieren.

05001000491 mSion471 mMartigny415 mAigle383 mVevey580 mChexbres-Village
Höhenprofil der Route — 197 m Höhendifferenz.

Wanderkarte — Chexbres → Dézaley → Rivaz → St-Saphorin → Lutry

Klicken Sie eine Station auf der Karte, im Höhenprofil oder in der Liste an — die anderen Ansichten heben denselben Punkt hervor.

In die Karte klicken, um das Zoomen mit dem Mausrad zu aktivieren.

05001000580 mChexbres520 mDézaley380 mRivaz385 mSt-Saphorin470 mEpesses400 mLutry
Höhenprofil der Route — 200 m Höhendifferenz.