Tagestour · Val d’Hérens
Mont Noble 2673 m und der Col-de-Cou-Grat — Tagestour ab Mase
Zum Mont Noble startete ich direkt in Mase. Der Weg führt vom Wald und den Alpweiden in die offene, karge Landschaft des Col de Cou und zuletzt über den Grat. Genau dieser Grat ist der stärkste Teil der Tagestour: Mit jedem Schritt öffnet sich eine weitere Ebene der Alpen und des Rhonetals.
Von Mase durch die Alpweiden
Der Start in Mase lässt den ganzen Berg von seinen unteren Hängen an erleben. Der Weg steigt allmählich über den Wald, passiert Mayens de Mase und führt durch La Louère. Weiter oben verschwinden die Gebäude; Stille, Licht und weite Grashänge bestimmen die Landschaft.
Im Herbst liegt das Gelände in Bändern aus Gold, Braun und tiefem Schatten. Eine einsame Hütte zwischen den welligen Hängen zeigt die Grösse dieses Ortes besser als jede Beschreibung.
Routenkarte — Mase → La Louère → Col de Cou → Mont Noble 2673 m → Pralovin
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Col de Cou und der Aussichtsgrat
Hinter La Louère gewinnt der Weg an Höhe und erreicht den Col de Cou auf 2529 Metern. Dort wechselt die Richtung auf den Grat zum Mont Noble. Das Gelände fällt auf beiden Seiten weit ab, sodass das Panorama fast ohne Unterbrechung begleitet.
Auf dem Grat hielt ich oft an: wegen des Lichts auf den Felswänden, der zwischen Wolken auftauchenden Gletscher und der gestaffelten Bergketten. Auf einem Foto bin ich neben der Figur auf dem Grat zu sehen — ein kurzes Selbstporträt dieser Tour.
Mont Noble und das Alpenpanorama
Der Mont Noble erreicht 2673 Meter. Er braucht weder eine gewaltige Wand noch eine Gletscherroute, um zu beeindrucken — seine Stärke ist die Lage. Vom Gipfel sieht man die hohen Walliser Berge, das Rhonetal und den langen Grat im Rücken.
An diesem Tag zogen Wolken über die Berge, während das Licht einzelne Wände, Rinnen und Gletscher hervorhob. Nach dem Grat stieg ich Richtung Pralovin ab und kehrte nach Mase zurück, womit sich die Tagesschleife schloss.