Tagesausflug · Kandersteg
Oeschinensee — Tagesausflug ab Sion (Autoverlad durch den Lötschberg)
Ich war schon fünfmal am Oeschinensee — und ich fahre wieder hin. Jedes Mal, wenn Freunde zu Besuch kommen, nehme ich sie genau dorthin mit, damit sie diesen magischen Ort sehen: türkises Wasser in einem Kessel aus tausend Meter hohen Wänden, Wasserfälle, die direkt in den See stürzen, und die zwei einsamen Fichten auf dem Grat. Ab Sion ist das gut an einem Tag machbar.

Anreise ab Sion — Autoverlad durch den Lötschberg
Von Sion fährt man das Rhonetal hinauf nach Goppenstein (rund 45 Minuten). Dort geht es mit dem BLS-Autoverlad durch den Lötschbergtunnel nach Kandersteg: etwa 15 Minuten Fahrt, alle 30 Minuten, ohne Reservation — einfach auffahren, im Auto sitzen bleiben.
Von Kandersteg (1176 m) sind es noch fünf Minuten bis zur Talstation der Gondelbahn. Die ganze Anreise ab Sion dauert etwa 1,5 Stunden. Ohne Auto: Zug ab Sion mit Umsteigen in Visp oder Spiez.
Die Gondel bringt einen zur Bergstation Oeschinen (1682 m); von dort führt ein breiter, einfacher Weg in 20–25 Minuten hinunter zum See (1578 m). Zu Fuss ab Kandersteg dauert der Aufstieg rund 1,5 Stunden.


Variante 1 — Klassiker: Kandersteg, Gondel, Oeschinensee
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In die Karte klicken, um das Zoomen mit dem Mausrad zu aktivieren.
Drei Wandervarianten
Variante 1 — der Klassiker (leicht, 2–3 h): Gondel, Abstieg zum See, Uferrunde, für Mutige ein Bad, Rückweg zu Fuss nach Kandersteg. Ideal für Gäste ohne Bergerfahrung und für Familien.
Variante 2 — Panorama Heuberg (mittel, 4–5 h): vom See hinauf nach Underbärgli (1767 m) und Oberbärgli (1980 m), dann die Querung unter dem Heuberg (ca. 2100 m). Von dort stammen meine besten Bilder auf den ganzen Seekessel.
Variante 3 — Fründenhütte (schwer, 6–7 h): steiler, mit Ketten gesicherter Weg über die Fründenschnur (ca. 2350 m) zur Fründenhütte (2562 m) am Gletscherrand. Fast tausend Höhenmeter, ausgesetzt, feste Schuhe zwingend.



Wann hinfahren
Die Farbe des Wassers ist von Ende Juni bis September am kräftigsten, am besten am Vormittag in der Sonne. Im Frühling liegt manchmal noch Eis auf dem See — ein völlig anderes, raues Bild.
Rund um den Kessel stürzen Schmelzwasserfälle, und morgens bleibt der Nebel stundenlang in den Rinnen hängen. Wer Zeit hat, setzt sich eine Stunde auf den Grat und schaut einfach — eine Hängematte funktioniert auch.
Praktisch: Die Gondelbahn fährt etwa von Mai bis Oktober, letzte Talfahrt nach 17 Uhr. Am See gibt es zwei Restaurants und einen Bootsverleih. Am Wasser ist es auch im Juli kühl.





Variante 2 — Panorama Heuberg
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Variante 3 — Fründenhütte
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